MARKT Wochenzeitung für Ahrensburg,Bargteheide und Umgebung, 14.07.2007

Mezzosopranistinn begeisterte mit ausgewählten Liedern
,.live music now" Konzert im .,Herrenhaus Eichenhof", Witzhave


"Wo die Worte aufhören, da fängt die Musik an...", sagt ein bekanntes Sprichwort. Bei einem Nachmittagskonzert im Pflegeheim "Herrenhaus Eichenhof" kamen nicht nur Worte und Musik von außergewöhnlich musikalischem Reichtum zusammen, es war ein musikalischer Hochgenuss vokaler Kraft, mitfühlender Gestaltung und pianistischer Fähigkeiten. Wo sich das Klavier weitgehend zurückhält, obliegt es der Stimme, melodische Zusammenhänge zu schaffen. Mit tragfähig transparenter und geschmeidiger Stimmführung sowie feinem Timbre berührte die Mezzosopranistin Karolina Sikora (26) die Herzen mit berühmten Liedern. Von der Pianistin Olesya Salvytska (27)am Klavier begleitet, begeisterte sie mit Leichtigkeit und Leuchtkraft und noch dazu mit fesselnder Ausstrahlung und Bühnenpräsenz.
Von Franz Schubert waren so bekannte Lieder wie "Gretchen am Spinnrad" oder "Sah ein Knab ein Röslein steh'n", von Robert Schumann "Widmung", oder von Wolfgang Amadeus Mozart "Schlafe mein Prinzchen, schlaf ein" zu hören. Immer mit kleiner Einführung in die Werke kündigte die sympathische Sängerin die "Zigeunerlieder" von Johannes Brahms als "humorvoll und romantisch" zugleich an. Auch Wiener Lieder von Robert Stolz standen auf dem Programm, wie "Im Prater blühn'n wieder die Bäume" und mit der "Geschichte einer verrückten Zigeunerin", wie sie bemerkte, beendete sie ihr Konzert mit den leidenschaftlich-temperamentvollen Kompositionen von George Bizet "Habanera" und "Seguidille" aus der Oper "Carmen". Erwartungsgemäß ließ das konzentrierte Publikum aus Bewohnern und Gästen das musikalische Dur ohne Zugabe nicht gehen: "Wir bleiben beim Zigeunerthema", sagte Karolina Sikora und setzte mit "Spiel auf Deiner Geige das Lied von Leid und Lust" noch einmal wirkungsvoll ihre satte, dunkle Mittellage und die hell leuchtende, zart vibrierende Höhe ihrer Stimme ein. Olesya Salvytska begleitete umsichtig und gewährte der Sängerin stets den Vorrang. Als Liedbegleitung immer etwas im Hintergrund stehend, durften die Besucher ihre Virtuosität in einem Solobeitrag hören. Von Frederic Chopin spielte sie das "Nocturn Nr. l" und setzte prägnante Akzente, indem sie den schmerzlichen Grundzug des Werkes von Sieg und Wehmut einfühlsam herausstellte.
Das Pflegeheim "Herrenhaus Eichenhof" setzte an diesem Nachmittag eine Konzertfolge in seinem Haus fort, bei der hochbegabte Musiker von der Hamburger Musikhochschule zu hören sind. "live music now" heißt die Musikreihe, die der berühmte Geiger Yehudi Menuhin ins Leben gerufen hat, um eintrittsfreie Konzerte u. a. in Krankenhäusern, Behindertenstätten oder wie hier im Pflegeheim zu organisieren - also überall dort, wo Menschen leben, die nicht in Konzerte gehen können oder" in Gefahr sind, ausgeschlossen zu werden. "Musik besitzt heilende Kraft", ist sich der gemeinnützige Verein "live music now" sicher, "in belastenden Lebenslagen kann sie wohltuend und tröstend sein", und verbindet Live Musik für benachteiligte Menschen mit der Unterstützung von Nachwuchsmusikern. Sie erhalten ihre Honorare aus Spendengeldern, die Mitglieder des Vereins sind ehrenamtlich tätig.
Seit zwei Jahren gibt es diese Konzerte auch im "Herrenhaus Eichenhof", drei hat es in diesem Jahr bereits gegeben,' zwei werden noch folgen. "Wir würden uns sehr freuen, wenn wir noch mehr Besucher auch aus Witzhaue zu den kostenlosen Konzerten begrüßen könnten", sagt der Inhaber und Heimleiter Werner Schulze. Das nächste Konzert wird es Ende September geben.

UKE News , Juni 2007

Verein finanziert seit 1998 Konzerte in der Kinderklinik

Musik als Therapie

 Mitte April war es wieder soweit:

Olga Dubowskaja (Mandoline) und Alexander Mironov (Gitarre) spielten auf den Stationen III und V verschiedene kindgerechte Stücke und brachten den kleinen Patienten damit Freude, Kraft und Trost.

1977 gründete Star-Geiger und Dirigent Yehudi Menuhin die Organisation »Live Music Now«. Sie verbindet den Gedanken, dass Musik auch Therapie sein kann, mit der finanziellen Förderung junger hochbegabter Künstler. Die von einer hochrangigen Jury ausgewählten Musiker und Sänger treten dann kostenlos vor Menschen auf, die wegen ihrer besonderen Lebensumstände nicht in Konzerte gehen können.

Seit 1998 der Hamburger Verein ins Leben gerufen wurde, haben die Vorstandsvorsitzende Iris von Hänisch und ihre Mitstreiter Spenden für bisher rund 35 Konzerte in der Kinderklinik des UKE eingeworben. Die auftretenden Musiker studieren meist an der Hochschule für Musik und Theater.

blickpunkt-Ausgabe 2 -April 2007

Konzert in Santa - Fu Haus 2

In die Reihe vieler gelungener Auftritte der live music now¬Gruppe reihte sich wieder ein Konzert der ganz besonderen und anrührenden Art. Am 23.02.2007 wurde die junge Sängerin Aviva Piniane am Klavier von ihrem jungen Kollegen Gints Racenus begleitet. Ein Ausflug in die frühen Tage des Jazz, der großen Zeit der Musicals und auch weltberühmter Schlager ließen jeden der anwesenden Zuschauer aus den Gefangenenalltag entfliehen. Es war wieder eine gelungene Mischung der Musik, es war wieder einmal mehr die professionelle Darbietung in Form von Gesang und Musik, wie wir es von den verschiedenen Auftritten von live music now inzwischen gewohnt sind.
Es sind Nachwuchskünstler, die über die live music now¬Gruppe an die ungewöhnlichsten Orte gehen, es sind junge talentierte Menschen, die nicht nur ihre Instrumente vorzüg¬lich beherrschen, sondern durch ihre sehr emotionale und
sensible Ausstrahlung für jeden Zuschauer Musik erlebbar machen. Die gesamte Breite, vom Jazz bis 
zur anspruchsvollen klassischen Musik bekannter und weni¬ger bekannter Komponisten, wird ins Programm eingebaut und so entsteht für jeden einzelnen Zuschauer der unver¬wechselbare Eindruck an persönlichem Erleben.
Das Konzert der beiden jungen Menschen hat berührt, hat die Seelen und Herzen der Zuschauer gestreichelt und für vielen diese stimmungsvoll Atmosphäre bis in den Abend ein Gefühl von Entspannung geschenkt. Gefühle, die in der ansonsten strengen Gefangenenwelt eher drohen zu verkümmern.
Es gilt beiden Künstlern, :der jungen und zauberhaften Sopranistin Aviva Piniane und dem charmanten Pianisten Gints Racenus der besondere Dank und die kaum zu beschreibende Freude für ihre zurückgelassenen Eindrücke.
Beiden war es gelungen, die Zuschauer zu fesseln - gerade in Gefangenenschaft ein besonderes Gefühl. Der andauernde Applaus, die stehenden Ovationen war der abschließende Ausdruck dafür, dass wir uns dieses mal haben gerne fesseln lassen.

Vielleicht können wir den beiden jungen Menschen einmal mit einer Einladung zu einer anderen Veranstaltung für ihren Auftritt danken.

Die Welt, 30. Januar 2007

500 Zuhörer erlebten einen berührenden Abend im Forum der Musikhochschule. Zum Benefizkonzert hatte Live Musik Now eingeladen. Neun hochbegabte, junge Musiker spielten Werke von Mozart, Puccini und anderen Komponisten. Besonders beeindruckte die 18-jährige Geigerin Hellen Welss, die nächste Woche ihr Abitur macht. Aus Großbritannien war Zamira Menuhin-Benthall Tochter von Lord Yehudi Menuhin, angereist. Live Music Now wurde von ihrem Vater 1977 gegründet, 1998 eröffnete eine Dependance in Hamburg. Gefördert werden junge Musiker, die im Gegenzug jährlich rund 150 Konzerte in Altenheimen, Hospizen und Gefängnissen geben. Josef Reppenhorst, Leuchtfeuer-Hospiz, schilderte die Freude der todkranken Menschen über die Auftritte der Musiker. Nach dem gefeierten Konzert wurde zu Wein und "Hausfrauenschnittchen" gebeten.

Hamburger Abendblatt, 29. Januar 2007

Musikalische Initiative

Christina von der Recke, "Menuhin Live Music Now", hat heute einen besonderen Gast: Bei der musikalischsozialen Initiative, die junge Künstler zu Konzerten in Krankenhäusern und Seniorenheimen bringt, ist in der Schule Hirtenweg (Othmarschen) Zamira Menuhin-Benthall dabei, Ehrenvorsitzende der Stiftung und Tochter des berühmten Geigers und Dirigenten Yehudi Menuhin. (sam)

blickpunkt, Juni-August 2006

Konzert in Santa Fu

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr hat live music now in der Kirche von Haus 2 ein Konzert mit klassischer Musik gegeben. Am 26.09.2006 fanden sich viele Gefangene im Kirchenraum ein und wurden so Gast einer besonderen Vorstellung. Auch Gäste von draußen waren wieder dabei.

An der Trompete spielte Lasse Frankhänel begleitet am Klavier von Wolfram Maria Märtig die bekanntesten Stücke aus der Welt der Oper, der Operette, des Musicals und des Films. Es war eine Darbietung mit stimmungsvoller und abwechslungsreichem Programm. Das Programm war sehr gut ausgesucht und für jeden war etwas dabei. Beiden Künstlern war die Freude an der Musik anzusehen. Begonnen hatten sie mit den bekanntesten Werken der klassischen Musik von Verdi und sie steigerten sich in ihrem Programm bis hin zu den vom Publikum geforderten Zugaben. Es war die besondere Mischung der Auswahl der Lieder, die diesen Nachmittag so genußvoll ausfüllte.

Live music now engagiert sich sehr für junge Künstler und bietet ihnen die Möglichkeit, in einer besonderen Umgebung Erfahrungen auf dem Weg menschlicher und künstlerischer Reife zu machen. Musik als Brücke der Kommunikation ist hierbei das programmatische Motto des Vereins besonders zu Menschen, die gewöhnlich nicht in Konzerte gehen können oder in der Gefahr stehen, ausgegrenzt zu werden. Es ist hierbei sicherlich für die Künstler der Auftritt in einem Gefängnis ebenso aufregend und interessant, wie es umgekehrt auch für die Gefangenen eine besondere Begegnung mit Musik ist.

Es sind bereits nächste Konzerte mit und von live music now und jungen Künstlern geplant und ich kann jeden hierzu nur herzlich einladen. Musik als Brücke der Kommunikation annehmen und hierbei auch ein Stück Lebensfreude (wieder) entdecken - das wünsche ich jedem.

Den Künstlern sei ausdrücklich gedankt. Beiden für ihren persönlichen und ihren künstlerischen Weg alles Gute.

Das nächste Konzert wird dann über einen Aushang rechtzeitig bekannt gegeben werden.

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