Benefizkonzert - Die Welt, LEUTE VON WELT, 7.2.2012

Junge Stipendiaten begeistern das Publikum

 Ein Dutzend junge Stipendiaten vonYehudi Menuhin Live Music Now(LMN) Hamburg begeisterten das

Publikum im ausverkauften Forum der Hochschule für Musik und Theater mit ihrem Spiel und Gesang

beim 13. Benefizkonzert des Vereins. Die jungen, besonders begabten Musiker geben sonst von LMN

organisierte Konzerte in unterschiedlichsten sozialen Einrichtungen in und um Hamburg. Die angehenden

Profis gewinnen dabei Konzerterfahrung und werden von LMN finanziell gefordert. Der Geiger Christoph

Callies, der mit seinen beiden Mitstreitern des Trios Adorno für LMN bereits an unterschiedlichsten Orten

spielte, schilderte eindrückliche Erlebnisse bei den LMN-Konzerten. ,,Wir lernen, eine Brücke zum Publikum

zu schlagen,“ sagte der 24jährige, der ebenso auf Krankenhausfluren oder umringt von Kindern in der

Schule für Hörgeschädigte musizierte.  Der Geiger und Philanthrop Yehudi Menuhin gründete

Live Music Now 1977 in England mit dem Ziel, Musik zu Menschen zu bringen, die sie sonst nicht erleben,

die aber die heilende, tröstende, Freude bringende Kraft von Musik besonders brauchen können.

Gleichzeitig wollte er junge, hochbegabte Musiktalente finanziell fördern und ihnen die Möglichkeit

geben, Konzerte zu veranstalten. In Deutschland ist Live Music Now heute in 18 Metropolregionen

vertreten. Als Ehrengast hatte sich Menuhins Tochter Zamira Menuhin- Benthall angekündigt - sie musste

jedoch aus Krankheitsgründen in letzter Minute absagen.

Hamburger Abendblatt, "Von Mensch zu Mensch", 31.12.2011

Junge Künstler folgen dem Motto von Yehudi Menuhin

Begabte Musiker singen und spielen beim Benefizkonzert zugunsten von "Live Music Now" Werke von Mozart und Mendelssohn

"Sie haben mir Glücksmomente geschenkt." Eine Patientin im Sterbehospiz war ganz ergriffen nach einem Konzert von Yehudi Menuhin "Live Music Now" Hamburg e. V. Ob im Hospiz, in der Haftanstalt, in Altenheimen, im Krankenhaus oder im Obdachlosen-Treffpunkt - wo die Stipendiaten von "Live Music Now" (LMN) auftreten, kommen sie ihrem Publikum ganz nahe. Die Musiker geben den Zuhörern viel und machen selber ganz neue Konzerterfahrungen.
Der Geiger und Philanthrop Yehudi Menuhin (1916-1999) gründete "Live Music Now" 1977 in England mit dem Ziel, Musik zu Menschen zu bringen, die sie sonst nicht erleben, die aber die heilende, tröstende, Freude bringende Kraft von Musik besonders brauchen können. Gleichzeitig wollte er junge, hochbegabte Musiktalente finanziell fördern und ihnen die Möglichkeit geben, Konzerte zu veranstalten. In Deutschland ist LMN heute in 18 Metropolregionen vertreten.
In der Hansestadt gibt es die Organisation seit 1999, seitdem wurden 2150 Konzerte in 65 verschiedenen Einrichtungen in und um Hamburg organisiert und 250 junge Musiker gefördert.
Beim Benefizkonzert am 5. Februar werden sieben junge Stipendiaten in Hamburg ihr Können zeigen. Lion Hinnrichs (Klavier), Christoph Callies (Violine) und Samuel Selle (Violoncello) vom Trio Adorno, die Sängerinnen Amber Breunis (Sopran) und Agnes Kovács (Mezzosopran) mit ihrer Klavierbegleitung Christina-Alba Padial sowie die Pianistin Galina Gusachenko treten auf. Auf dem Programm stehen Werke von Schostakowitsch, Mozart, Mendelssohn und Schumann.        (fis)


Benefizkonzert: Sonntag, 5. Februar, 18 Uhr, Forum der Hochschule für Musik und TheaterHamburg, Harvestehuder Weg 12. Karten: 40 Euro(erm. 10 Euro), Spenden willkommen. 
Bestellungen bitte per Fax unter 04163/77 59 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
Internet: www.livemusicnow-hamburg.de

"Pflegen & Wohnen Moosberg", Magazin der Pflegen & Wohnen Hamburg GmbH, Ausg. 14, Okt./Nov./Dez. '11

KLASSIK- KONZERT IM  PAVILLON

Am Montag, den 2.Juli 2001, hieß es zum ersten Mal „ Klassik Konzert“  im Pavillon. Das war etwas ganz Neues. Klassische Musik in einem Altenheim gab es vorher noch nicht.
Die Idee dazu hatte Yehudi Menuhin, der große Geiger und Dirigent. Er wusste, dass Musik heilende Kraft besitzt. Er wollte, dass nicht nur die Menschen, die in Konzertsäle gehen können, die Energie der Musik spüren, sondern auch gerade die, die nicht die Möglichkeit dazu haben, ob sie nun in Altenheimen, Hospizen Krankenhäusern, Behinderteneinrichtungen, Flüchtlingsunterkünften oder auch Gefängnissen leben .Weil ihm auch die Förderung junger Künstler wichtig war, hat er seine beiden Anliegen – Live-Musik für benachteiligte Menschen und die Unterstützung von Nachwuchsmusikern – in der 1977 in England gegründeten Organisation  Live Music Now ( LMN) miteinander verbunden.
Seit 1998 gibt es den Verein auch in Hamburg und 1999 hat es das erste Konzert in einer Einrichtung gegeben. Derzeit organisieren 15 ehrenamtliche Teammitglieder die Konzerte. Bis Ende des Jahres 2011 hat LMN Hamburg über 2000 Konzerte organisiert und davon 80 bei „pflegen & wohnen“ Moosberg, dem heutigen Senioren Centrum  Moosberg.

Es fing an mit einem Konzert von Harfe und Flöte mit Musikern, die heute in renommierten Orchestern spielen. In der Regel gab es jeden zweiten Monat ein Konzert und die Beliebtheit wuchs ständig. Schwierig war die lange Bauphase, in der wir auf dem Flur im Haupthaus gespielt haben.
Aber nun ist ja seit längerem alles fertig und in der Cafeteria ist es ein schönes 
Konzertieren. Glücklich sind wir, dass sich das Haus ein Clavinova angeschafft hat, so ist die Bandbreite der Konzerte größer geworden.
In all den Jahren hat Frau Gutzeit vom Haus aus alles wunderbar organisiert. Dafür gebührt Ihr großer Dank. Sie hatte auch die wunderbare Idee, 
zweimal im Jahr ein Konzert für Jung und Alt in Kooperation mit dem Kindergarten Sportini zu machen. Diese Konzerte gibt es seit 2008 und sie haben immer einen großen Zulauf, das letzte hat Ende  Oktober 2011 stattgefunden.

Am 19.12.11 hieß es wieder „Klassik Konzert“ im Pavillon und dann kommt eine Sängerin, die bereits am 13.12.2002 im Haus gesungen hat, damals als Studentin. Heute ist sie ausgebildete Sängerin, die schon an großen Opernbühnen gesungen hat und noch einmal aus alter Liebe ins Haus kommt.
Freuen wir uns auf dieses Konzert und viele weitere im Hause.
                                                                                                    Regina Kanzler für LMN Hamburg

Musik als Mission

Hamburger Abendblatt  Dienstag, 15.11.2011 Persönlich

 Dorothea von Xylander: Ihre Mission ist die Musik

 

Dorothea von Xylander spielt Orgel und ist Mitbegründerin des Yehudi-Menuhin-Vereins Live Music Now.

Blankenese Hamburg. Ein Leben ohne Musik, es wäre nicht denkbar für Dorothea von Xylander. Die Welt der Klänge hat ihr Leben geprägt. 1998 hat sie mit 13 Mitstreitern nach einer Idee des weltberühmten Geigers Yehudi Menuhin die Hamburger Zentrale von Live Music Nowgegründet. 200 Konzerte im Jahr stellt die Organisation rund um Hamburg auf die Beine. Auftritte in Krankenhäusern, Hospizen - oder auch im Gefängnis. Musik für Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer - Konzerte nicht mehr aus eigener Kraft besuchen können.

Die 63-Jährige entdeckte ihre musikalische Ader früh auf dem heimischen Gutshof in Celle, hier wuchs sie mit sechs Geschwistern ländlich-behütet auf. Die Orgel hatte es ihr angetan. Kein Instrument, was in ein herkömmliches Wohnzimmer passen würde. Dorothea von Xylander lächelt. "Bei mir bot sich das sogar an, denn eine Kirche gehörte zu Hause bei uns als Patronat zum Besitz dazu, deshalb habe ich dort das Spielen gelernt und meine Orgelprüfung schon mit 16 Jahren gemacht", sagt sie. Mit Freude habe sie den Kantor in Gottesdiensten vertreten.

Ganz leicht schwingt der Stolz in ihrer Stimme mit, wenn sie von ihrer Liebe zur Musik erzählt, die sich durch ihr gesamtes Leben zieht. Auch, wenn sich ihr Traum vom Musikwissenschaftenstudium nicht erfüllte. "Damals wurde mir davon abgeraten, es gäbe keine interessanten Stellen", sagt sie. Deshalb habe sie sich für eine Musikalienhändler-Ausbildung entschieden; sie volontierte dann beim Moeck-Verlag in Celle und in Berlin. "Eigentlich wollte ich auch noch Französisch und Geschichte studieren", erzählt sie. Doch das Schicksal meinte es anders: Auf einer Hochzeit lernte sie, damals 22 Jahre alt, ihren künftigen Mann, einen Reedereikaufmann kennen. Nach der Heirat war das geplante Studium passé, denn bald nahmen die vier Kinder Bettina, Juliane, Philipp und Nikolaus ihre ganze Aufmerksamkeit in Anspruch. "Mittlerweile haben wir schon sechs Enkelkinder von unseren Töchtern", sagt sie.

Ihr Haushalt in Bremen, auch er war ein musikalischer. "Gerade in der Vorweihnachtszeit kamen die Freunde unserer Kinder, und wir haben zusammen gesungen und musiziert, das war immer wunderschön." Nach 15 Jahren zog die junge Familie in die Nähe von Hamburg, Horneburg wurde das neue Zuhause. Und wie es der Zufall wollte, lebte von Xylander wieder in direkter Nähe zu einer Kirche. "Ich wäre auch so immer vom Glockenläuten wach geworden", sagt sie, "aber nicht nur deshalb war es toll, wieder in den Gottesdiensten Orgel zu spielen." Erst vor Kurzem quittierte sie nach 25 Jahren den Dienst am Instrument, "das war schon anstrengend, an Weihnachten habe ich immer in fünf Gottesdiensten gespielt."

Doch es war nicht nur die Liebe zu den Noten, "auch meine finanzielle Eigenständigkeit war mir wichtig." Fast nebenbei leitete sie seit 1989 den Kirchenchor und plant große Liederabende. "Mit vier Kindern und einem Ehemann lernt man zu organisieren", sagt sie schmunzelnd. Und suchte nach einer erfüllenden ehrenamtlichen Musik-Aufgabe, nachdem ihre Kinder nach und nach zum Studieren umzogen. "1997 habe ich zum ersten Mal ein Programmheft von Live Music Nowgesehen, das es damals bereits in München gab", erinnert sie sich, "das fand ich toll." Mit 13 weiteren Hamburgern gründete sie ein Jahr später in Blankenese die Hamburger Zentrale. Die Idee stammt von Yehudi Menuhin. Der Sohn russisch-jüdischer Eltern verstand Musik nicht nur als Kunst, sondern als Beitrag zu einer besseren Gesellschaft.

Dieser Gedanke liegt der von ihm 1977 in Großbritannien gegründeten Organisation zugrunde.Live Music Now lebt die Überzeugung, dass Musik auch Therapie ist, und fördert dabei junge, besonders qualifizierte Künstler, die am Beginn ihrer Karriere stehen. "Wir haben 120 junge Künstler von den Musikhochschulen in Lübeck und Hamburg, die Konzerte für Menschen geben, die nicht mehr selbst ausgehen können oder deren Lebensumstände es verhindern", erklärt Dorothea von Xylander. "Ich bin da eher die Organisatorin, überlege mir, welche Instrumente gut ankommen und welche Musikrichtung passt." In einem Seniorenheim könne man beispielsweise schlecht eine Querflöte einsetzen, die hohen Töne hörten ältere Menschen weniger gut.

Gemeinsam mit der Vorsitzenden Sibylle Voss-Andreae und Elisabeth Freifrau von Falkenhausen und Catrin Gräfin zu Stolberg bildet von Xylander den Vorstand. "Jeder hat seine Aufgabe, Frau Voss-Andreae hält den Kontakt zu den Musikhochschulen, Gräfin Stolberg kann toll gestalten und hält den Kontakt zur Presse, Frau von Falkenhausen ist Juristin und verhandelt die Verträge. Dann treffen wir uns regelmäßig mit den anderen Mitgliedern zur Besprechung", sagt sie, "das klappt sehr gut." Am 5. Februar 2012 veranstalten sie um 18 Uhr das traditionelle Benefizkonzert in der Musikhochschule in Harvestehude mit unzähligen Zuhörern, wobei Spenden von Freunden und Förderern gesammelt werden. Ein Ehrenamt, das viel Engagement erfordert, Dorothea von Xylander erfüllt es mit Leidenschaft. "Ich fühle mich ja auch beschenkt", sagt sie. "Es ist so toll zu sehen, was Musik bewirken kann." Egal, ob es die eigene oder die anderer Künstler ist.

Autor: Camilla John

Welt am Sonntag 13. Februar 2011 Treffpunkt

Benefiz-Konzert

Das 12. Benefiz-Konzert von Live Music Now (LMN) in der Hochschule für Musik und Theater war ausgebucht. 400 Zuhörer lauschten dem Spiel der zehn LMN-Stipendiaten. Den anschließenden Empfang sponserte das Bankhaus B. Metzler. 1977 gründete der unvergessene Geigenvirtuose Yehudi Menuhin den Verein LMN. Junge Musiker werden gefördert, bringen Musik zu denen, die nicht zur Musik kommen können. Gespielt wird in Altenheimen, Hospizen, Krankenhäusern, Obdachlosenunterkünften und Gefängnissen. Seit 1999 ist LMN auch in Hamburg vertreten. Bis 2010 gab es in der Hansestadt rund 2000 Konzerte von insgesamt 220 geförderten Musikern. Die Konzerte werden von 14 ehrenamtlichen LMN-Mitgliedern organisiert.

                                                                                                                   Autor: Doris Banuscher

Die Welt Dienstag, 8. Februar 2011 Leute von Welt

12. Benefizkonzert

 

Live Music Now in der Musikhochschule

Knisternde Spannung herrschte während des Konzerts. Auf der schwarzen Bühne begeisterten zehn junge Stipendiaten 400 Zuhörer beim 12. Konzert von Live Music Now (LMN) in der Hochschule für Musik und Theater. "Bei unseren Konzerten passieren Dinge, die man mit Worten nicht beschreiben kann", so Iris von Haenisch, Vorsitzende des Vorstandes von LMN, in ihrer Begrüßungsrede. Die Pianistin Eva Barta fügte hinzu: "In ein Konzert zu gehen ist nicht nur Lebensqualität, das ist auch Würde." 1977 gründete der unvergessene Yehudi Menuhin den Verein LMN. Junge Musiker werden gefördert und spielen während ihres Studiums in Krankenhäusern, Gefängnissen, Obdachlosenunterkünften, Hospizen und Altenheimen. Musik wird zu den Menschen gebracht, die selber nicht in Konzerte gehen können. Seit 1999 gibt es LMN in Hamburg. Bis 2010 gab es in der Hansestadt 2000 Konzerte von insgesamt 220 geförderten Musikern. Den anschließenden Empfang sponserte das Bankhaus B. Metzler.

                                                                                                                 Autor: Doris Banuscher

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