Hamburger Abendblatt Harburg & Umland 20.2.2015

Besonderer Hörgenuss bei Kaffee und Kuchen

Der Verein "Yehudi Menuhin Live Music Now" spielte für Flüchtlinge im Harburger Café "Refugio". Mehr als 60 Besucher aus den Erstaufnahmen waren gekommen.

Von Jochen Gipp

Harburg. Kaffee, Tee und Kuchen gab es natürlich auch - wie an jedem Tag, an dem das "Refugio", das Café der Gastfreundschaft, an der Bremer Straße 9, geöffnet hat. Diesmal allerdings konnten sich die Gäste auch an einem Konzert erfreuen, das vom Hamburger Verein "Yehudi Menuhin Live Music Now (LMN)" organisiert worden war. Gäste des im Herbst vergangenen Jahres von der Harburger Trinitatis Kirchengemeinde eingerichteten Refugio (Bedeutung: "In der Zuflucht") kommen aus dem Kreis der in Hamburg, zumeist in Harburg, lebenden Flüchtlinge. Und die zeigten sich hocherfreut, neben kostenlos serviertem Kaffee und Kuchen diesmal auch ein Stück erstklassiger Kultur genießen zu können.

"Für die Flüchtlinge ist das Refugio zu einem beliebten Treffpunkt geworden, der sie aus der Tristesse der Wohnunterkünfte herausholt", sagt Michael Schade, der Leiter des Cafés. Damit die mehr als 60 Konzertbesucher ausreichend Platz zur Verfügung hatten, waren die Tische im größten Zimmer des Hauses weggeräumt oder beiseite geschoben worden. Die Stühle standen im Halbkreis. So bot sich für alle ein guter Blick auf die vortragenden Künstler. In den Räumen des Hauses befand sich früher das Jugendcafé der Kirchengemeinde. Applaus brandete auf, als die Künstler den kleinen Konzertsaal betraten.

Konzertorganisatorin Catrin zu Stolberg hatte die LMN-Stipendiaten, die beiden als hochbegabt eingestuften Sänger Vera Alkemade (Sopran) und Tim Maas (Bariton) sowie die Pianistin Karolina Trojok, nach Harburg bestellt. Für die Musikstudenten im Masterstudiengang sind derartige Konzerte ein Teil ihrer Ausbildung. Catrin zu Stolberg: "Die Musiker gewinnen an Konzerterfahrung, lernen zu moderieren, da sie durch die LMN-Konzerte führen. Sie bauen auf diese Weise eine Beziehung zu ihrem jeweiligen Publikum auf." Und dieses Konzert in Harburg brachte ihnen Kontakt zu einem bunt gemischten Publikum aus Jung und Alt aus unterschiedlichen Herkunftsländern, zumeist aus dem kriegsgeschüttelten Syrien. Michael Schade und Catrin zu Stolberg kamen zum Ende des Konzerts - die Künstler trugen als Zugabe "Tulpen aus Amsterdam" in niederländischer Sprache vor - zu der Erkenntnis, dass dieses gemeinsame Erlebnis einfach glücklich gemacht hat. "Wir haben uns wie eine fröhliche, große Familie gefühlt", sagt Catrin zu Stolberg.

Der weltberühmte Violinist Yehudi Menuhin (1916 bis 1999) war Zeit seines Lebens ein auf Frieden und Selbstbestimmung ausgerichteter Mensch. "Gesang ist die Muttersprache der Menschlichkeit", war eine seiner Überzeugungen. So hat sich der ehrenamtlich tätige und gemeinnützig wirkende Hamburger Verein "Yehudi Menuhin Live Music Now" soziales Engagement mit der Förderung junger Musiker zum Ziel gesetzt. Bereits seit 16 Jahren werden Konzerte in sozialen Einrichtungen jeder Art in und um Hamburg veranstaltet, darunter in Krankenhäusern, Hospizen, Behindertenschulen oder auch Gefängnissen. Wegen des Erfolgs im Harburger Refugio dürfte das erste Konzert von LMN nicht das letzte gewesen sein. "Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir wieder kommen", sagt Catrin zu Stolberg.

"Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude", hatte Yehudi Menuhin einst gesagt. Vergangenes Jahr organisierten die ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder 230 Konzert

Der neue RUF 14. Februar 2015

Junge Sänger kommen ins Harburger „Refugio"

Klassik-Konzert im Flüchtlingscafé

(pm) Harburg. „Gesang ist die Muttersprache der Menschlichkeit", war eine der Überzeugungen des großen Violinisten Yehudi Menuhin. Im Einklang damit findet am Mittwoch, 18. Februar ab 16.30 Uhr das erste Konzert mit jungen Musikern von Yehudi Menuhin Live Music Now Hamburg e. V., LMN, im Harburger Flüchtlingscafé „Refugio" (Bremer Straße 9, 21073 Hamburg) statt.
Zwei besonders begabte Sänger – Vera Alkemade (Sopran) und Tim Maas (Bariton) begleitet von der Pianistin Karolina Trojok – bieten ein breites Programm aus Opernarien, Musicalstücken und einigen wenigen klassischen deutschen Liedern.
Wie bei LMN-Konzerten üblich, werden die Solisten ihre Stücke anmoderieren und mit dem Publikum kommunizieren. Für LMN Hamburg ist es das erste Konzert in einer Einrichtung für Flüchtlinge. Das „Refugio – Café der Gastfreundschaft" ist Anlaufstelle für Menschen aus drei umliegenden Harburger Erstaufnahmeeinrichtungen.
Die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter des gemeinnützigen Vereins Live Music Now organisieren seit 16 Jahren Konzerte in sozialen Einrichtungen jeder Art in und um Hamburg, vom Krankenhaus über das Sterbehospiz zu Behindertenschulen und –heimen sowie Gefängnissen. Die Konzerte sind für Zuhörer aus den Institutionen bestimmt und für sie eintrittsfrei.

 

Die Welt LEUTE VON WELT 10.2.2015

BENEFIZKONZERT

Live Music Now in der Bucerius Law School

Statt Jura war an diesem Abend Musik angesagt - und das Auditorium Maximum
der Bucerius Law School war restlos ausverkauft. Zum Benefiz-Konzert luden
die 16 engagierten ehrenamtlichen Mitarbeiter von Yehudi Menuhin Live Music Now, LMN. ,,Musik ist die Sprache der Menschlichkeit", zitierte die Vorsitzende Sibylle Voss-Andreae, den Namenspatron des Vereins, den großen Violinisten Yehudi Menuhin (1916 – 1999).

Den 400 Gästen des Konzertes konnte sie auch ankündigen, dass noch im Februar das erste LMN-Konzert in einem Flüchtlingscafé in Hamburg-Harburg stattfinden wird. Mit dem ,,Refugio" als Konzertort erweitert sich die Bandbreite der 77 sozialen Einrichtungen, in denen LMN Hamburg rund 200 Konzerte jährlich organisiert, um Begegnungsstätten für Flüchtlinge in und um Hamburg. Vera Alkemade, Sopran, und Tim Maas, Bariton, beide aus Holland, werden gemeinsam mit Pianistin Karolina Trojok im „Refugio" konzertieren.
Die drei waren unter den 14 Stipendiaten von LMN Hamburg, die die Besucher des Benefizkonzertes mit ihrer Musik, ihrem Gesang, Spiel und auch ihren Worten begeisterten: Die kanadische Hornistin Laureene Sideene berichtete über ihre wichtigen Erfahrungen bei den LMN-Konzerten, so in Altenheimen mit dementen Bewohnern, vor hörgeschädigten oder blinden Kindern.
Denn wenn die Zuhörer nicht kommen können, bringen die jungen LMN Stipendiaten die Musik zu den Menschen in Krankenhäuser, Haftanstalten, Hospize und Stätten für Obdachlose.
Beim anschließenden Empfang im Foyer des Audi Max mischten sich die ausnehmend jun-
gen Musiker mit den Freunden und Förderern von LMN.

Uetersener Nachrichten 8. Nov. 2014

Von Klaus Plath

 

 

Uetersen. Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude. Der weltberühmte Geiger Ye­ hudi Menuhin hat das immer wieder erfahren. Menuhin galt als Humanist und Weltbürger, für den die Musik eine Brücke zu einer besseren Gesellschaft war.

Dieses Denken liegt der von ihm 1977 in Großbritannien gegründeten Organisation Live Music Now zugrunde. Sie vermittelt die Überzeugung, dass Musik auch Therapie ist, undrdert dabei junge, besonders qualifizierte Künstler, die am Beginn ihrer Karriere stehen. Die Musik der jungen Menschen soll jenen zu Gute kommen, die aufgrund ihrer Lebensumstände nicht in Konzerte gehen können. Das Musizieren soll Kraft und Trost spenden. Für die jugendlichen Interpreten stellen diese Auftritte eine prägende, für eine erfolgreiche Karriere wichtige Erfahrung dar.

In Deutschland wurde Live Music Now im Jahre 1992 begründet. Die bundesweit tätigen fast 20 Regionalvereine organisieren kostenlos Konzerte für Menschen, die dauerhaft oder vorübergehend in Krankenhäusern, Altenheimen, Waisenhäusern, Strafanstalten, Hospizen oder anderen sozialen Einrichtungen leben. Hilfe durch Musik, wo Sprache versagt – das ist Live Music Now kürzlich auch in Uetersen gewesen. Zu Gast im Senioren- und Pflegeheim waren zwei junge Hornistinnen und eine junge Pianistin.

Alle drei studieren Musik in Hamburg und wurden von Dr. Elisabeth Freifrau von Falkenhausen, Zweite Vorsitzende von Live Music Now in Hamburg für dieses rund einstündige Konzert verpflichtet. Dargeboten wurden Werke von Mozart, Händel, Strauss und Haydn.

Bei den rund 60 Konzertbesuchern kam die musikalische Stunde so gut an, dass sich viele ein weiteres Konzert dieser Art wünschten, möglichst schon bald. Eva Buban konnte die Bewohner dahingehend informieren, dass grundsätzlich angestrebt ist, Live Music Now zweimal im Jahr im „Haus am Rosarium" begrüßen zu können. Insofern dürfte es spätestens im Sommer einen weiteren Auftritt junger Künstler im Seniorenheim am Großen Sand geben. Der Verein freut sich über eine finanzielle   Unterstützung. Wer die Initiative fördern mochte, kann auf folgendes Konto der Haspa spenden: 1043220589, Bankleitzahl 20050550.

Welt am Sonntag, Hamburg, 16.2.2014

Konzert

Der Violinvirtuose Yehudi Menuhin (1916 bis 1999) gründete Live Music Now, LMN, 1977 in Großbritannien. Seit 15 Jahren gibt es den Verein auch in der Stadt. 16 Hamburger engagieren sich ehrenamtlich, organisieren rund 200 Konzerte jährlich mit von LMN geförderten außergewöhnlich begabten Musikern, die am Beginn ihrer Kariere stehen. Gespielt wird in Krankenhäusern, Altenheimen, Gefängnissen und Behindertenschulen. 450 Gäste kamen ins ausverkaufte Jubiläumskonzert in die Musikhochschule.

Die Welt, Leute von Welt, 11.2.2014

LIVE MUSIC NOW

Jubiläumskonzert zum 15-jährigen Bestehen

Das Forum der Hochschule für Musik und Theater war restlos ausverkauft. 450 Gäste waren der Einladung zum Jubiläumskonzert von Live Music Now gefolgt. 16 Hamburger engagieren sich ehrenamtlich im LMN-Team, organisieren jährlich rund 200 Konzerte in rund 70 Einrichtungen, darunter Altenheime, Behindertenschulen, Krankenhäuser, Haftanstalten, Hospize und Stätten für Obdachlose. Junge begabte, qualifizierte Musiker, die am Beginn ihrer Karriere stehen, werden von LMN finanziell gefordert. Sie bringen Musik zu Menschen, die nicht in Konzerte kommen können. "Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude“ war eine prägende Erfahrung von Yehudi Menuhin (1916 - 1999), weltbekannter Violin-Virtuose des 20. Jahrhunderts, der Live Music Now 1977 in Großbritannien gründete. Seit 15 Jahren gibt auch eine Dependance in Hamburg. Und dieses Jubiläum wurde in der Musikhochschule gefeiert. 13 junge Musiker begeisterten die Zuschauer mit ihrem Können. Sibylle Voss Andreae,Vorsitzende des Vorstandes, hielt einen Rückblick, von den kleinen Anfängen des Vereins, der sich ausschließlich aus Spenden finanziert, bis heute. "In diesen Jahren haben wir rund 2500 Konzerte organisiert", so ihr Resümee. Und Bariton Tim Maas gab seine Eindrücke aus der Sicht der Musiker über ein Konzert im Frauengefängnis preis. Zamira Menuhin Benthall, Tochter des großen Yehudi Menuhin, schickte eine Grußbotschaft und bedauerte, dass sie beim Jubiläumskonzert nicht dabei sein konnte. Mit einem Empfang ging der wunderbare Abend zu Ende.

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